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Alle Touren werden von erfahrenen Reisebegleiterinnen und einheimischen Begleitteams, wie z.B. Beduinen bzw. Berbern betreut und geführt. Jeder Teilnehmerin steht auf allen Touren (Méharées in Tunesien, Marokko, Libyen und Jordanien) ein eigenes Reitdromedar, bzw. in der Mongolei ein eigenes mongolisches Steppenpferd und Kamel zur Verfügung.

Ausführliche Informationen, die für eine Wüstenreise von Bedeutung sind, wie z.B. richtige Ausrüstung (Packliste), Landessitten, allgemeine Landes- und Reiseinformationen, das Wesen der Dromedare, Lesetipps usw., befinden sich in der Informationsbroschüre, die wir auf Anfrage (siehe Kontakt) gerne zuschicken.

In jeder Saison, d.h. besonders im Frühjahr und im Herbst, laden wir alle Teilnehmerinnen vor den Touren nach Tunesien und Marokko zu einem Informationstreffen ein. Alle wichtigen Fragen werden hier behandelt und zusätzlich zu einem schriftlichen Protokoll zusammengefasst.


Das Millionen-Sterne-Hotel!

„Wer in die Wüste geht, kommt verändert wieder heraus“ sagt ein arabisches Sprichwort. Eine Weisheit, der ich nur zustimmen kann, nachdem ich vor über 11 Jahren das erste Mal Saharaluft geschnuppert habe.
Damals war eine Kameltrekking-Tour in die tunesische Sahara angesagt. Zusammen mit einer  Freundin zog ich, natürlich im Rahmen einer organisierten Gruppenveranstaltung, in die völlig unvertrauten Weiten des „Bar bela Ma“ (Meer ohne Wasser). So wird die Wüste von den Beduinen genannt, die uns optimalen Begleitschutz und Betreuung angedeihen ließen, während wir auf den Sandpfaden dieses unergründlichen rauhen Lebensraums wandelten. Nach dieser ersten Wüstenerfahrung stand fest, dass Wiederholungen unvermeidbar sind. Bald entstand und reifte die Idee eigene Touren zu organisieren, aber- „Ladys only“.
Nicht Männerfeindlichkeit ist Motor des Gedankens, sondern der Wunsch die eigene Empfindung des ungezwungenen Zusammenseins, das totale Abtauchen, das Loslassen von Beruf, Alltag, Haushalt und anderen Verpflichtungen, mit anderen Frauen zu teilen. Regelmäßig im Frühjahr und im Herbst (die Wüstensaison ), fliegen wir nun mit Gruppen bis zu 12 Frauen nach Tunesien (Tozeur oder Djerba), oder nach Marokko (Marrakech), von wo aus uns dann Geländewagen bis zu den Anfängen der großen Sanddünen des „Grand Erg Oriental“, oder des "Erg Chegaga" bringen. Hier empfangen uns die Beduinen mit den Kamelen im ersten Wüstencamp.
Allen klopft das Herz - ob Einsteigerin oder Wüstenexpertin, wenn die Autos den Rückweg antreten und endgültig klar ist, dass es kein Zurück gibt. Fast allen sinkt ein wenig der Mut, wenn es jetzt gilt ein persönliches Kamel auszuerwählen, dass uns und unsere Habseligkeiten tragen soll, und dessen Zuneigung zu erwerben plötzlich überlebensnotwendig zu sein scheint. Doch die Hemmschwellen schwinden, thronen erst alle stolz und selbstzufrieden auf den mit der Ausrüstung hochbeladenen Dromedaren.
Die Karawane zieht los - das „Abenteur Sahara“ beginnt, und es dauert nicht lange bis sich der ruhige gleichmäßige Rhythmus des schaukelnden Ganges unseres „Camelus Dromedarus“ auf uns überträgt. Die atemberaubende Landschaft, das Licht- und Schattenspiel in den Dünenkämmen, die unendliche Weite versetzt alle in fasziniertes Staunen. Die anfänglichen Unsicherheiten relativieren sich mehr und mehr und werden zunehmend durch Glücksgefühle ersetzt.

Die Beduinen bekochen uns! Im offenen Feuer im Sand wird Fladenbrot gebacken, es gibt Eintöpfe oder Salat, Obst und starken grünen Tee, wie die Einheimischen ihn lieben. „Das erste Glas so stark wie das Leben, das zweite so süß wie die Liebe und das dritte so bitter wie der Tod“.
Wir - die Frauen haben nur die Aufgabe im Schatten einer Tamariske Siesta zu halten, zu schlafen, zu lesen, den pudrigen aprikotfarbenen Sand durch die Finger rieseln zu lassen….
Am späten Nachmittag, wenn die schlimmste Hitze nachläßt, kommt wieder Geschäftigkeit in die Beduinenmannschaft. Die Kamele werden von ihren weit verstreuten Futterplätzen zurückgeholt und neu beladen (eine Heidenarbeit!), die „Küche“ aufgeräumt, während wir zunächst etwas verloren und uns nutzlos fühlend zusehen - das Nichtstun und die Rundumversorgung sind noch zu ungewohnt. Aber wenn wir dann versuchen uns helfend einzubringen quittieren unsere Begleiter es mit Gutmütigkeit und großer Dankbarkeit - sie empfinden unsere Hilfe als Wertschätzung und nehmen sie gerne an. Die Männer, richtige Wüstensöhne und Halbnomaden, verrichten jeden Handgriff mit würdevoller Gelassenheit, nichts bringt sie aus der Fassung, der Begriff Hektik existiert nicht in ihrem Denkgefüge. Schnelligkeit, Dynamik, Effektivität - alles Fremdworte!

Wir müssen im Zeitraffer lernen, umzudenken!

Nach der zweiten Tagesetappe haben wir unser Tagespensum von etwa 20 km zurückgelegt - laufend, reitend, jede Frau bestimmt individuell wie sie sich fortbewegen möchte. Wohlig erschöpft und mit dem Gefühl große Leistung vollbracht zu haben, beziehen wir unser „Hotelzimmer“ in dem Millionensterne - Hotel Sahara. Fast alle legen ihren Schlafsack unter den freien Himmel, obwohl ein großes Gemeinschaftszelt zur Verfügung stehen würde. Ein Sandsturm allerdings, der nicht gerade selten vorkommen kann, legitimiert das tröstliche Zusammenrücken im Zelt. Der nächtliche hypnotisierende Sternenhimmel ist die Belohnung, den wir aus unserer Sandkuhle, eingehüllt in unseren Schlafsack, ungehindert betrachten können.

Hier im Schlafsack lassen wir auch noch mal die Erlebnisse des Abends nachklingen: Dieser gigantische Sonnenuntergang, der Lagerplatz, von zwei Kochfeuern erleuchtet - der Beduinenkoch in der Mitte, in dem großen Dreibeintopf das Couscous umrührend - wir rundum auf Decken sitzend, an Kamelsättel angelehnt. Wiederkäuende Kamele um uns herum, aber irgendwie sind sie schon selbstverständlich - dann endlich das, so nicht erwartete, köstliche Essen.
Danach die, auch nicht erahnte, abendliche musikalische Darbietung unserer Begleiter, nichts weiter, als ihre Form der Zerstreuung, des geselligen Beisammenseins, in Ermangelung von TV und ähnlichen Zivilisationserrungenschaften. Beim Schlagen der Trommel, dem Wehklagen der Wüstenflöte und den Liedern der Sahara lassen sie uns ein wenig in ihre arabischen Seelen blicken.
Wenn Lamin dann nach langem Bitten eine Geschichte erzählt, mit sonorer Stimme und beschwörender Gestik, verstehen wir zwar kein Wort, aber doch eigentlich alles. Diese Augenblicke sind magisch, der heimische schnelllebige Alltag ist weit weg, es zählt nur das Hier und Jetzt. Kann es so nicht immer sein?- es gibt ja die Möglichkeit immer wieder in die Wüste zurückzukehren, Inshallah!

Uschi Schilke

Nützliche Links:

Die Internetseite des auswärtigen Amtes

Die Internetseite des tunesischen Fremdenverkehrsamt

Die Internetseite des marokkanischen Verkehrsamtes

Die Internetseite des libyschen Verkehrsamtes 

Die Internetseite des jordanischen Verkehrsamtes

Die Internetseite des mongolischen Verkehrsamtes

Reisemedizinische Informationen:
http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de

Ferienhaus Marokko


Reiseberichte aus aller Welt:
Reiseberichte.com

Informationen über verschiedene Volksstämme Afrikas (siehe auch Berber, Tuareg, usw.)

Informationen zum Weltwetter

Währungsumrechner

Unser bevorzugtes Riad-Hotel in Marrakech

www.riadchichi.com



Partnerschaftlich verbunden sind wir mit dem tunesischen Veranstalter:
Avitour Touristik GmbH

Freundschaftlich verbunden sind wir mit dem Veranstalter " Der fliegende Teppich", auf dessen Homepage man ein großes Angebot an Wüstentouren, Rund- und Wellnessreisen exklusiv in Tunesien finden kann.

El Mida wird empfohlen von www.reiselinks.de

EL Mida wird empfohlen von dem online Reisebüro:
hinundweg.de

 

Link zu Elmida Wüstenreisen:

Elmida Wüstenreisen

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Lesen in der Dezember/JanuarAusgabe
2005 / 2006 der Zeitschrift
"Brigitte Woman" eine Reportage
über eine unserer Wüstentouren:

Link zum Artikel
 

elmida




















 
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