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Dromedartrekk im Akakus in Libyen
Geschrieben Freitag, 22. Januar 2010 von Carola
Reisebericht „Libyen“ von Carola
Neulich habe ich gehört, wie jemand von der „Heimat der Seele“ erzählte, und ich fing an aufmerksam zuzuhören, denn treffender könnte ich keinen Ausdruck finden für das, was mit mir geschehen ist seit ich „in der Wüste“ war.
In der Wüste habe ich den Platz gefunden, an dem meine Seele zu Hause ist, ganz sicher.
Allerdings wird diese, meine Seele, mit nur dem Gefühl daheim zu sein nicht zufrieden, sie wird nämlich auch noch von ganz anderen Motoren bewegt. Sie hat große Neugier, ist nimmersatt nach Erfahrung und Ausprobieren, und richtet sich ihre „heimatliche Wohnung“ schrecklich gern immer wieder neu und ein bißchen anders ein.
Doch sie braucht vor allem anderen Weite und Unendlichkeit um sich, einen Horizont, der aus der Erde eine Scheibe macht, und das Freiheitselixier überall hingehen zu können, wohin die Füße mögen. Und genau das gibt es in der Wüste.
Meiner Seele und der Suche nach „Heimat“ gerecht zu werden ist also zu meinem Dauerziel geworden. Deshalb brauchte ich genau 3 Sekunden für mein „Ja“.
Uschi Schilkes (ELMIDA) Angebot an mich war die Reisebegleitung einer Pilot-Reise nach Libyen, und wie das meistens ist bei ELMIDA, sollte auch diese eine Reise ausschließlich für Frauen werden.
Die Anfragen waren zahlreich, das Interesse groß, tatsächlich dabei waren außer mir 11 andere Frauen.
Für 10 von den 11 Angemeldeten war der Gang in „die Wüste“ Neuland, nur eine hatte sogar bereits Libyen bereist, so waren die Abende der Vorbereitung voll Spannung auf die kommenden Erlebnisse und voller Fragen, die ich beantwortete, so gut es eben geht bei einer Neutour.
Ich zerstreute viele Bedenken, die allgemeinen Gefahren in der Wüste betreffend, verströmte meine Vorfreude, weckte Appetit auf Ungewohntes und beglückwünschte sie alle zu dem Entschluß dieses Abenteuer zu wagen.
Meine Vorfreude auf das „Glück der Weite“, die Erkundung magischer Landschaften, das meditative Kamelreiten, die Bekanntschaft mit den Wüstensöhnen, schwappte über auf die Gruppe und bis zur Anreise prasselte dann aus meinem Telefon Besorgtes, Verzweifeltes, Ängstliches, aber vor allem aufgeregt Vorfreudiges..
Die „11“ boten mir einen weiten Fächer an Herkunft, Beruf, Alter, körperlicher Verfassung, background und Beweggrund für diese Art der Unternehmung. Also wird die Reise auch als Gruppenerlebnis spannend werden, dachte ich und packte.
Ich packte also mal wieder, oberstes Gebot für die „Méharée“ ist reduziertestes Gepäck ! Bei jeder Tour geizt man gekonnter mit den Grammzahlen, immer neue Tricks werden angewendet, damit das Bündel klein wird. Neuester Tipp einer Wüstenfreundin sind z.B. Slipeinlagen, an Stelle von Unterhosen für 3 Wochen. Das Equipment wird immer Minimum raffinierter, aber vor allem merke ich mir auf jeder Tour ein paar Dinge mehr, um die es weniger werden könnte, die man doch nicht braucht und lasse sie beim nächsten Mal weg!
Mein ausgeklügeltes Gepäckstück erreichte dann den Zielflughafen nicht gleichzeitig mit mir, erst einen Tag später, aber ich hatte es als Übung verstanden und schon angefangen zu überlegen, ohne was alles oder ob`s ganz ohne geht.
Das sind so ungeplante Widrigkeiten (wer plant schon Widriges?), wie die schlimme Zugverspätung, die uns fast alle den Flieger verpassen ließ, und noch ein paar andere holperige Situationen, die aber jetzt im Nachsinnen, im Abgang, kaum noch spürbar sind.
Zu groß ist der Abdruck des Erlebten, zu gewaltig die Spur, die wir selber hinterlassen durften im Sand der Dünen. Eine Erinnerung, die keinen Platz gelassen hat für Nörgeleien um Unpünktlichkeit oder irgend etwas nicht Eingehaltenes. Ich denke an ein überwältigend wunderschönes, großzügiges Geschenk, das uns die Luft anhalten läßt vor Begeisterung, und würde man dann anfangen am Geschenkpapier rumzumäkeln?
Nein, denn den heiligen Moment des Ergriffenseins möchte ich durch nichts verderben.
11 Frauen sind also an Bord gegangen, jede voller Erwartung. Und mein in die Runde schweifender Blick stellte schnell fest, daß ich auch diesmal die Hilfe der Magie brauchen werde, die mir so vertraut geworden ist auf meinen Touren in die Unendlichkeit. Die Zauberkraft der Wüste, die so gekonnt Emotionen lostritt und dabei nur die echten Gefühle zuläßt, die die Traurigen tröstet, die den Ängstlichen Geborgenheit schenkt, die aus den Zugeknöpften Freimütige macht, den Verschwiegenen die Zunge löst, die Aufgekratzten zur Ruhe bringt und Wünsche, die bisher verborgen waren, freilegt. Ja, dachte ich zu Beginn der Tour, diese Magie habt ihr alle mitgebucht! Und freute mich schon sehr auf die Metamorphose der „Herde“. Ein Labsal ist das erste fröhliche Gelache in Tozeur beim Kauf und Probieren des Schechs (Kopfbedeckung für die Wüste). Zwar sind die ersten Eindrücke zunächst tunesisch-orientalisch, aber der Fokus ist bereits eingestellt auf die andere Welt, und wir besteigen am Morgen darauf schnatternd wie ein Harem den kleinen Bus Richtung libysche Grenze. Auf dem langen Weg durchqueren wir den Chott el Djerid, das riesengroße Salzseengebiet in der Sahara, eine lange Fahrt, arabische Musik füllt dabei die Ohren, 12 Augenpaare träumen sich an den Horizont, die Gedanken purzeln und das Liebes-Paar „Neugier-Vorfreude“ umarmt sich. Aus der Horizontlinie werden dann sanft geschwungene Bögen, die Landschaft ergießt sich malerisch als Dahar-Gebirge vor uns. In einer Höhle, die traditionell den Berbern als Wohnung diente, wartet Couscous auf die hungrigen Besucherinnen, danach geht`s zur Grenze, die wir überraschend schnell passieren dürfen. Wir sind drin!
Tripolis empfängt uns zusammen mit Muammar al Kadhafi, der auf zahlreichen Plakatwänden für sein Volk und uns posiert. Und an dieser Stelle muß ich unbedingt etwas los werden und hoffe sehr, daß ich den richtigen Tenor treffe, was in politischen Fragen nicht immer ganz einfach ist. Ich bin mit großen Fragezeichen zu dem bei uns allgemein (ich drück mich mal harmlos aus) „verpönten“ Staatschef Libyens im Kopf in sein Land eingereist und kehrte mit einigen bei Seite geschafften Vorurteilen (soweit das überhaupt möglich ist als Kurz-Zaungast) wieder heim. Mir begegnete ein Staat, in dem ich als Zuschauer feststellen konnte, daß Libyer sehr gern in ihrem Land leben. Ein gut verteilter mäßiger Wohlstand, den man beobachten kann, sorgt wohl wirklich dafür, daß Zufriedenheit aufkommt. Echte Armut gibt es fast nicht, Bildung für alle wird geboten, gefördert, erwartet. Sprit kostet z.B. (da ohne Steuern) 8 Cent je Liter. Herr Kadhafi hat innenpolitisch, so habe ich es jedenfalls gespürt, viel Gutes geleistet.
Ein kleines Beispiel nur für die Lehrstückchen der arabischen Welt, von der wir so wenig wissen, aber so viel glauben be- und verurteilen zu können, möchte ich hier auftischen, aber das ist wirklich nur ein kleines Beispiel für so manches, das man uns in Libyen beigebracht hat mit unseren Augen mal von der anderen Seite zu betrachten, und nicht nur die Empörung einiger Frauen über die Übersetzungspflicht unserer Pässe wandelte sich schnell in Schamesröte. Man erklärt uns nämlich freundlich, daß man zur Einreise ins Kadhafi-Land darauf sofort verzichten würde, wenn wir Europäer es umgekehrt auch so handhaben würden. Einen Japaner, dessen Pass in Europa auch keiner lesen kann, lässt man bei uns nämlich selbstverständlich ohne Pass-Übersetzung einreisen, einen Libyer eben nicht. Wir bekommen laut Staatschef-Anweisung einen Security-man mit auf die Reise. Soll der darauf achten, daß wir nichts Verbotenes tun? Er sei bewaffnet, erfahren wir. Sehr bald merken wir, daß dieser symphatische Mensch auf uns aufpasst. Sein Name ist Bashir, woraus wir bald den Spitznamen Baci ableiten, italienisch für „Kuß“ und uns ein Eis schmelzendes Lächeln dafür eintauschen. Ein sehr sicheres Land für Besucher also, keine Zwischenfälle in mehr als 10 Jahren, aber in Grenznähe zu Algerien, man weiß nie. Und Herr Kadhafi wünscht, daß alle Gäste sicher reisen. Auch das ist plötzlich ein gutes Gefühl.
Ein Inlandsflug bringt uns nach Sebha, von da geht es mit Umweg über Germa, das ehemalige Reich der Garamanten, ins „Wüstencamp“. Das ist eine Herberge der besonderen Art. Übernachtet wird in festen Häusern, es gibt nochmal warme Duschen und kuschelige Bettdecken, aber im Innenhof des Geländes steht ein großes Zeltschloß, ein aus bunten gewebten Decken gefertigtes Nomadenzelt. Und dort warten sie, die Tuareg, die Herren der Wüste, unsere gespannten Gastgeber, in langen Gewändern, mit gewickelten Turbanen, in Pose auf Matten gelagert, wie hingegossen. Ein Frauen freundlicher Anblick, denke ich, und lasse mir einen köstlichen bittersüßen Tee reichen. Trotz verhüllten Gesichtern, denn das gilt als sehr höflich unter Tuaregs in Gegenwart von Fremden, kann man die echte Freude erkennen über den „Kessel Buntes“, der so nach und nach aus den Zimmern Richtung Partyzelt strebt. Soviel fremde Weiblichkeit zu Gast zu haben ist eine Herausforderung für die im Matriarchat geschulten Jungs uns allen einen Grundkurs in Huldigung zu verpassen. Und das haben sie drauf. Nach nur einer Woche ist „Frau“ sein anders geworden. Und „sie“ wird für den Rest ihres Lebens dazu verdammt sein wenigstens in einem Eckchen des Herzens danach zu hungern und zu dürsten „so“... behandelt zu werden.
Zum Begrüßungsfest spielt zu unserer Überraschung eine echte Band mit Verstärkern und großen Boxen, aus denen Tuareghits irre laut über den Innenhof geplärrt werden. Die Szenerie ist unwirklich, Musiker in dunkles Blau gewandet, die Gesichter verhüllt, alle Hüften drehen sich irgendwie orientalisch, alles lacht und singt, nein, grölt irgendwas, was den Tamaschek-Texten ähnelt, Fröhlichkeit pur und ein maßloser Himmel breitet sein Sternen besticktes Nachtgewand darüber.
Es gibt für mich nichts Schöneres, als mit einem gezückten Stift vor einem leeren Blatt zu sitzen und meine Gedanken auf die Koppel zu lassen, zurück erinnern, auf der Zunge zergehen lassen und die richtigen Worte suchen, für ein Erlebnis, eine Erfahrung und Erkenntnis, ein Gefühl. Heute vor dem Schirm kommt mir dieses Bedürfnis besonders drängend vor.
Ich habe es irgendwo gelesen: „Sprache soll mir helfen nicht aus der Welt zu fallen“.
Aber gleichzeitig ist mir etwas flau im Magen, gilt es doch hier etwas zu beschreiben, das „sprachlos“ macht, für das wir alle, die dabei waren, das Wort „unbeschreiblich“ verwenden würden. Wird es mir möglich sein das Wesentliche wenigstens ungefähr so zu schildern, wie es war.
Das Trekking mit den Kamelen, meine ich, die Woche mit den Tuareg, mit ihnen zusammen unterwegs gewesen zu sein. Wie soll ich nur für diese Erlebnisse die richtigen Worte erfinden? Dem Aufruhr der Gefühle gerecht werden? Die Gratwanderung zwischen Tatsachenbericht und romantisierender Schwärmerei kann ich gar nicht hinkriegen. Ist es doch gerade dieser eigenartige Zustand, genau der Realitätsverlust bei dieser Art Unternehmung, weswegen man sich dorthin begibt. Wir wollten das Märchenland besuchen, uns 6 von 1001 Nacht gönnen und uns täglich dabei in den Arm kneifen, um sicher zu sein, wir sind dabei. Ach, was soll`s? Ich gratwandere einfach drauflos! Ein bißchen wenigstens!
Dazu brauche ich aber zumindest ein stabiles Gerüst, um die Erinnerung zusammenbauen zu können, und meine Gedanken filtern 4 Säulen heraus aus dem Mischmasch in meinem Kopf.
Die Landschaft! Die Tuareg (of course)! Die Kamele! Und die Erfahrung mit sich selbst!
Diese 4 zusammen tragen dann das Ganze, das Gruppenerlebnis! Ja, so geht`s!
Die Landschaft bekommt Säule Nr.1! Sie begegnet uns täglich mit gewaltiger Wucht. So stark sind die Bilder, in die wir unsere Augen tauchen dürfen. Der Künstler in mir schlürft Farben und Licht und juriert voller Bewunderungs-Neid die Bildhauerarbeiten der Evolution. Während der Körper sich Schritt um Schritt vorwärts tragen läßt, spaziert der Geist am Horizont, nimmt die immer wieder anders werdende Silhouette und den dort allabendlich versinkenden Feuerball der Sonne wie Geschenke entgegen. Am Fuß des Akakus-Gebirges gleitet unsere Karawane durch knochentrockene Wadis (Flußtäler), hangelt sich sandige Dünen hinauf und hinunter, strauchelt vorsichtig über Geröllplateaus, findet am Mittag die richtigen Felsbrocken zum Schutz vor der Sonne, zur Nacht vor Wind und Feuchtigkeit. Wir taumeln durch bizarre Mondlandschaften, entdecken immer wieder frühmenschliche Höhlenritzereien und staunen, mal ergriffen schweigend, mal quietschend vor Glück.
Absatz!
Säule Nr. 2! Die Tuareg, die in diese Landschaft gehören, wie die Überraschung ins Ei! Der Begleittrupp Tuareg-Männer bekommt nach und nach Namen und Gesicht, die Tücher, die die Identitäten bis auf die Augenpaare vollkommen verhüllt hatten, fangen an zu rutschen. Wir unterscheiden bald Yachja, den Boss, Hamma, Buchardi, Bilal, Kasim und Risa, die Kamelführer, Dafris, den Helfer für alles, Taher, den Wüstencampbesitzer, Achmed, den Studierten, Englisch sprechenden und Haruna, den Koch. Abends am Feuerplatz wird nach dem Essen, das Geschlechter getrennt eingenommen wird, geäugt und erzählt, Tee getrunken, gesungen, gespielt und wahnsinnig viel gelacht. Wir werden behutsam und sicher geführt, respektvoll behandelt, eine besondere Art Ritterlichkeit umgibt uns die ganze Zeit in Gegenwart der Männer, die so besonders und echt sind, wie das Fleckchen Erde, in das sie hineingeboren wurden. „Diese Land gehört uns, es ist Tuareg-Gebiet“, erklärt mir Achmed pathetisch, „nirgends auf der Welt seid ihr so sicher wie hier“, und ich schenke ihm Vertrauen.
Nach einer Woche haben wir eine vage Ahnung entwickelt, was die Kultur dieser Männer geprägt hat, wir wurden davon nur gestreift, aber in meinem Wortschatz finden längst verschüttete Begriffe wieder einen Platz. Stolz, Würde, Freiheit! Und ach...wie soll ich es anders sagen? Meine Welt ist ganz einfach reicher geworden, seitdem sich dort Tuaregs tummeln.

Säule 3! Die Kamele, unsere Reitdromedare, wurden von Ihren Besitzern natürlich mit Bedacht gewählt. Sollten sie doch kostbarstes Frauengut tragen, mit sicherem Schaukelgang, gehorsam hinknien und aufstehen, ausdauernd, elegant, geländegängig. Der Tuareg-Sattel befindet sich vor dem Höcker, die Füsse gehören auf den Hals des Tieres und werden dort, wenn man richtig reiten kann, zum Lenken benutzt. Eine Woche reicht nicht aus zum richtig Kamelreiten lernen, nur zum sich-genüsslich-tragen-lassen, sicher am Leinchen geführt, und zum-sein-Reitdromedar-richtig-doll-mögen reicht`s, zur Schaukeltrance-Erfahrung reicht`s, zum-hoch-oben-sein und zum-sich-erhaben-fühlen-wie-eine-Wüstenkönigin. Wenn das nichts ist?

Säule 4! Die Selbsterfahrung jeder einzelnen Frau macht den individuellen Kick einer jeden Tour aus, denn der Wüstenzauber lockert die Schrauben der Frauen auf so unterschiedliche Weise, daß der Emotionenreigen in schillernsten Farben ausbricht. Jede in den Wüstensand geweinte Träne, jeder Sternschnuppe hinterher gesandte Wunsch, jede im Ödland vergessene Sorge, jede menschennahe Umarmung im Land der Weite, jeder kinderfroh gekicherte Lacher ist eine Offenbarung, die wir nie vergessen werden.
Jetzt frage ich mich nur noch, was wir drauf gebaut haben, wir 12 Frauen, auf unseren Säulen?
Jede für sich, und alle zusammen?

„Ich ging von der Vernunft in das Gefühl, von der Sicherheit in das Abenteuer, vom Rationalen in den Traum“. Ich bedanke mich bei „Remarque“, daß er für mich die richtigen Worte gefunden hat. Edelgard, Dorothee, Isa, Sabrina, Helga, Ute, Sandra, Michaela, Heidrun, Petra, Karin und ich.
Eine Herde waren wir ganz sicher!
Und die Metamorphose konnte ich nicht nur in meinem Herzen spüren, ich konnte sie auch auf Euren Gesichtern sehen.
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